Jeder kennt sicherlich das Problem, dass der WLAN-Empfang nicht stark genug ist oder nicht in jedes Zimmer reicht, in welchem man sich gerade befindet.

Dem könnte schon bald Abhilfe geschaffen werden, denn auf der diesjährigen CES (Consumer Electronics Show) ist Li-Fi wieder ein grosses Thema.

Was ist Li-Fi?

Li Fi steht für light fidelity, ein Äquivalent zu Wi-Fi (wireless fidelity). Wi-Fi kommuniziert per Funkfrequenzübertragung mit dem jeweiligen Gerät. Li-Fi hingegen nutzt das Lichtspektrum als Kommunikationsweg, wobei keine schädlichen Strahlen anfallen oder durch andere vorhandene 2.4Ghz oder 5Ghz Wlan-Netzwerke gestört wird. Einzig das Unterbinden des Lichtstrahls würde zu einem Unterbruch der Kommunikation führen.

Worin liegt der Vorteil?

Li-Fi ist viel sicherer da ein möglicher Angreifer physischen Zugang zu der Lichtquelle haben müsste, um den Datenverkehr manipulieren oder mithören zu können. Bei Wi-Fi genügt meist, sich im Sendebereich des WLAN’s aufzuhalten.

Auch kann Li-Fi in Bereichen eingesetzt werden, in welchen Wi-Fi aufgrund des Funksignals nicht zu verwenden ist (wie z.B. in Flugzeugen oder Spitälern).

Mit Li-Fi wurden unter Laborbedingungen Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 200 Gb/s erreicht. Unter Normalbedingungen werden um die 40 Gb/s erreicht, was einem Verhundertfachen der Leistung gegenüber eines aktuellen Wlan-Routers entspricht.

Wie funktioniert Li-Fi?

Ein typisches Li-Fi-System besteht aus einer Lichtquelle (Transmitter/Sender) und einem Lichtdetektor (Empfänger). Senderseitig werden die Daten durch rasche Veränderungen in der Lichtintensität eingeführt (Modulation) und somit Lichtimpulse erzeugt, die für das menschliche Auge unsichtbar sind.

Diese Impulse werden vom Lichtdetektor aufgefangen und als Nullen und Einsen in elektrische Signale umgewandelt (Demodulation), damit die Daten danach vom Computer oder dem mobilen Gerät genutzt werden können.

Beispiel der ersten funktionierenden Li-Fi Lampe, vorgestellt an der CES 2018.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Leider ist die Technik noch nicht marktreif, es kann Frühestens mit einer Markteinführung ab dem Jahr 2020 gerechnet werden. Wahrscheinlich sogar einige Jahre mehr.

Persönlich schaue ich gespannt auf die Entwicklung, da es eine vielversprechende Technik ist, die nicht nur Gesundheitlich besser ist sondern auch dem stetig steigenden Bedarf an verfügbarer Bandbreite wieder ein wenig Luft verschaffen kann.

Quelle: Youtube, The Verge